Die 4 häufigsten Einwände gegen Kryptowährungen

David Glades

„Ob DU es glaubst oder nicht, die Blockchain wird größere Veränderungen mit sich bringen, als die industrielle Revolution!“ (David Glades)

Warum dieser Artikel?

Immer wieder stoße ich auf negative Statements und Äußerungen über Bitcoin und Blockchain, die zwar für Aufsehen sorgen, aber in ihren Behauptungen fundamental falsch oder unbedacht sind. Versteh mich nicht falsch, ich bin einer der größten Befürworter von konstruktiver Kritik und finde es überaus wichtig, um den Fortschritt in jeglicher Hinsicht zu fördern. Eines lehne ich jedoch vehement ab: Unqualifizierte Kritik, welche nicht auf Fakten, sondern Meinungen und Gerüchten beruht! Darum ist es mir ein Anliegen, vier der häufigsten Einwände gegen Kryptowährungen aufzugreifen und zu kommentieren.

“Das ist doch nur ein Hype, wie wir ihn schon oft gesehen haben, der früher oder später durch das Platzen einer Blase enden wird.

Ja, je nach Betrachtungswinkel ist das, was wir sehen und gesehen haben ein Hype, wie es auch das Internet um die 2000er Wende erlebt hat. Aber ist das etwas Schlechtes? Hat die “Internetblase” dazu geführt, dass das Internet unter Verruf gerät und es niemand nutzt? Nein! Ganz im Gegenteil!

Vielleicht erinnerst du dich:  Man spricht von einer sogenannten Blase, wenn der Preis von etwas viel höher ist als der zugrundeliegende Wert (wenn es denn überhaupt einen Wert gibt). Diese Divergenz zwischen Wert und Preis ist aber eine Konsequenz des freien Marktes. Das heißt also steigt die Nachfrage (aus welchem Grund auch immer) rapide an und kommt dann auch noch etwas Euphorie durch vermehrte mediale Berichterstattung ins Spiel, dann führt dies oft zu einem Hype, wie wir ihn in der Vergangenheit immer wieder gesehen haben.

Doch jeder Hype geht wieder vorbei – was nicht heißt das die zugrundeliegende Technologie keinen Fortschritt mehr macht. Überlege: Wie war das Entwicklungsstadium des Internets im Jahre 2000 im Vergleich zu jetzt? Ist das Internet tot? Während der Hype ein Ende hatte, fokussierten sich professionelle Firmen auf jene Geschäftsbereiche, welche die Internettechnologie revolutionieren sollte (Stichwort e-commerce). Heute sind die größten Firmen der Welt durch diese Internet-Revolution entstanden.

Bei Blockchain geschieht aktuell genau das gleiche. Wie bei jeder anderen aufstrebenden Technologie sehen wir auch hier solche Hype-Zyklen. Betrachtet man jedoch die lange Frist, so erweisen sich diese so dramatischen Blasen als reine Unebenheit am Weg zur Massenadaption. Damals hätten die Leute Berater gebraucht, damit sie diese Zyklen genau verstehen und das ist einer von vielen Gründen, warum ich meine Akademie ins Leben gerufen habe.

Adaption der Kryptowährungen bis 2040 Chart

“Bitcoin wird doch nirgends akzeptiert, wie soll sich das durchsetzen?”

Zuallererst einmal möchte ich klarstellen, dass der Erfolg von Bitcoin nicht ausschließlich von den Akzeptanzstellen abhängt. Bitcoin ist viel mehr als ein Zahlungsmittel. Es ist ein erstes globales Konzept für einen freien Währungsmarkt ohne zentrale, geldpolitische Restriktionen, welches für jeden Menschen auf dieser Welt zugänglich ist. Man spricht auch häufig von der friedlichsten Revolution aller Zeiten. 

Doch um auf die Kritik konkret einzugehen, dass Bitcoin keine Anwendung/Akzeptanz finde: Die Verbindung der digitalen Währungen mit der Realwirtschaft schreitet immer mehr in einem rasanten Tempo voran, hierzu einige Beispiele:

  • 100.000 Online Stores weltweit akzeptieren Bitcoin
  • Bitcoin wird in einigen Staaten als Zahlungsmittel für Steuerzahlungen akzeptiert
  • Staaten nutzen Bitcoin, um Verwaltungsvorgänge zu verschlanken
  • Man kann Bitcoin bei österreichischen Postfilialen kaufen
  • Lieferando akzeptiert Bitcoin (über 11.000 Restaurants)
  • Venezuela nutzt Bitcoin als Reservewährung
  • Immer mehr Hedgefondsmanager nehmen Bitcoin in ihr Portfolio auf
  • Anzahl der Bitcoin Automaten stiegen 2019 um 87%  

Bitcoin ATMs Verbreitung Chart

Ich könnte dieser Liste noch zahlreiche Punkte hinzufügen, doch ich glaube die Nachricht ist deutlich geworden. Es ist klar, dass der Bitcoin noch einen langen Weg vor sich hat, man sollte jedoch eines nicht vergessen: Das Konzept von Bitcoin & Blockchain wurde 2008 ins Leben gerufen. Es handelt sich um eine sehr junge Technologie, die in den Anfangsschuhen steckt. Raum für Wachstum ist in diesem Stadium daher ganz normal. 

“Der Staat wird Bitcoin und Kryptowährungen bald verbieten, um die Kontrolle über das Geld zu behalten.”

Ja, einige Staaten haben versucht Bitcoin & Co so lange wie möglich zu verbieten, doch ein Staat hat de facto nicht die Möglichkeit, eine frei zugängliche, dezentralisierte Software zu unterdrücken. Das würde nämlich in der Folge bedeuten, dass weltweit jeder Rechner des Netzwerks beschlagnahmt bzw. der Strom abgedreht werden müsste. 

Den Erfolg der Blockchain bestimmt also nicht der Staat, sondern der Markt! Wird für die Menschheit ein bestehendes Problem auf eine bessere Art und Weise als bisher gelöst, so wird es auch eine Nachfrage nach dieser konkreten Lösung (also der Blockchain) geben. Dies war bis dato immer so und wird auch immer so sein. Stellt euch hierzu alle möglichen Fälle der Vergangenheit vor: E-commerce und retail, Email und physische Briefe oder Smartphones und Kabeltelefone.

Innovation ist und bleibt treibender Faktor von Wachstum und ist somit auch im Interesse des Staates. Deshalb wird es auch hier im Einvernehmen mit Staaten und Gesetzgebern revolutionäre Anwendungen geben, welche die Welt in ihren Grundfesten verändert. Wir sind davon überzeugt, dass wir in unserer Akademie einige dieser Unternehmen nach tiefgreifender Due-Diligence bereits identifiziert haben. 

“Kryptowährung ist etwas Illegales für Kriminelle, um irgendwelche Produkte im Darknet zu kaufen!”

Das ist der häufigste Einwand, den ich in Printmedien lese oder von unerfahrenen Leute zum Thema Bitcoin & Blockchain höre. Natürlich streite ich nicht ab, dass Kryptowährungen in ihrem aktuellen, großteils unregulierten Entwicklungsstadium von Kriminelle für illegale Zwecke missbraucht werden können. Doch reicht dies wirklich aus um gleich eine ganze Branche an den Pranger zu stellen? Und passiert dies nicht auch in staatlich regulierten Geldsystemen?

Auch beim Internet gab und gibt es viele Betrüger, die den Zulauf an Menschenmassen mit böser Absicht nutzten. Nichtsdestotrotz wurden Firmen wie Amazon und Apple geboren, die Produkte und Lösungen bieten, welche hunderte Millionen, ja Milliarden Menschen nutzen. Es ist nur essentiell, den Unterschied zwischen guten und schlechten Firmen zu erkennen, was aber bei genauer Analyse und Einbeziehung von messbaren Indikatoren keine allzu große Herausforderung darstellt. 

Die wahren Kritiker

Doch wer sind denn eigentlich die größten Kritiker von Bitcoin? Genau …  jene Institutionen, die durch diese zunehmende dezentrale Revolution, um ihre Monopolstellung fürchten: Die Banken. Einerseits zeigen sie zwar mit dem Finger auf Bitcoin, andererseits kommt jedoch ein Bankenskandal nach dem anderen ans Tageslicht, wie erst kürzlich bei Wirecard oder der Commerzialbank. Auch die deutsche Bank ist wieder in Verruf.

Tätigt jemanden eine unbedachte Aussage wie Einwand Nummer 4, zeigt das nur,  dass der- oder diejenige das Konzept der Blockchain und die revolutionären Veränderungen, die sie birgt nicht ganz verstanden hat und lediglich die Meinung der Presse kopiert. 

Ich hoffe ich konnte durch die vorliegenden Fakten etwas Klarheit bei den oben genannten Einwände schaffen. Zum Abschluss noch ein Zitat aus Entstehungszeit des Fernsehers, um zu zeigen, wie falsch selbst Fachexperten mit ihren Einschätzungen liegen können:

“Der Fernseher wird sich nicht durchsetzen. Die Menschen werden sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu schauen. “

Zitat Darryl F. Zanuck
Vice-Präsident 20TH Century Fox

Falle daher in Zukunft nicht auf unqualifizierte, negative Berichterstattung zum Thema Kryptowährungen & Blockchain herein. Hinterfrage die Position der Kritiker und stelle fest, ob sie gerechtfertigt ist oder doch nur eine reine Bekrittelung darstellt.

DAVID GLADES

CEO Blockchain Consulting


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